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Landeslehrgänge an der Hermann Neuberger Sportschule

 

Martin Bronder, 5. Dan Ju-Jutsu, war der Referent des ersten Lehrganges am Samstagnachmittag. Sein Thema waren Komplexaufgaben  und Nothilfesituationen. Für die Komplexaufgaben wurden eingangs Übungen zur Einhaltung der richtigen Distanz durchgeführt.

Darauf aufbauend wurden Atemi-Kombinationen zur Überbrückung der Distanz und als Vorbereitung für Wurfeingänge trainiert. Im zweiten Teil wurde das Thema Nothilfe behandelt. Martin ging hier noch einmal besonders auf die Eigensicherung ein, da sich beispielsweise oft  das vorherige Opfer plötzlich gegen den "Retter" wendet. Wichtig ist, immer alle beteiligten Personen im Auge zu behalten, um nicht selbst angegriffen zu werden.SJJV_LandesLG_Juni_09 Eine häufige Situation, das Würgen eines Opfers, diente als Ausgangspunkt für verschiedene Techniken wie Stoppfußstoß, Körperrückriss, Armstreckhebel und Kopfkontrollgriff. Am darauf folgenden Sonntagmorgen referierte Marc Linnebacher, 4. Dan Ju-Jutsu, über das Thema Selbstverteidigung gegen ein oder zwei Angreifer.  Er startete ebenfalls mit einem Exkurs in das Distanzverhalten und wie wichtig es ist, für die jeweilige Situation die kurze, mittlere oder lange Distanz zu halten. Außerdem lernten die Teilnehmer, den zweiten Gegner immer im Auge zu behalten, in dem man zum Beispiel die Angreifer immer in einer Linie vor sich hält, sofern man einen der beiden schon kontrolliert. Je nach Situation kann es sogar durchaus von Vorteil sein, einen Angriff zu provozieren, um besser reagieren zu können. Dies kann beispielsweise durch einen ausgestreckten Arm erfolgen. Als Techniken setzte Marc in solchen Situationen hauptsächlich auf wirkungsvolle Atemitechniken für alle Distanzen. Auch Angriffe mit Waffen wurden behandelt.

Anke Hell
Pressereferentin SJJV