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Kompetenzlehrgang 2009

Rund vierzig Ju-Jutsuka aller Graduierungen und aus vielen saarländischen Vereinen besuchten in diesem Jahr den Kompetenzlehrgang in der Mühlenscheibhalle in Bous.


Andy Weyrich (6. Dan Ju-Jutsu) eröffnete den vierstündigen Lehrgang nach einem gemeinsamen Aufwärmen mit einer typischen Ausgangssituation in der Selbstverteidigung. Bei einer Konfrontation, zum Beispiel in einer Disco oder Kneipe, sind oft Zeugen anwesend und es kann sehr wichtig sein, wie das eigene Auftreten und Verhalten in dieser Situation später bewertet wird, sollte es zu einer Anzeige oder ähnlichem kommen. Andy erläuterte, wie man nach außen hin defensiv wirkt, den Angreifer vielleicht sogar von seinem Vorhaben abbringen kann, aber dennoch seine Deckung bewahrt und jederzeit reagieren kann. Durch die Gewichtsverlagerung auf das hintere Bein bleibt das vordere beweglich und bei der richtigen Distanz kann einem Angriff mit einem Stoppfußstoß und einem anschließenden Lowkick begegnet werden. Ausgehend von dieser Situation lernten die Ju-Jutsuka weitere, effektive Schlagkombinationen und Lowkicks einzusetzen.

Armin Wagner (5. Dan Ju-Jutsu, 1. Dan Judo) knüpfte nach einer kurzen Pause ebenfalls mit einer typischen SV-Situation an dieses Thema an. In beengten räumlichen Verhältnissen steht man oft sehr schnell mit dem Rücken zur Wand. Mögliche Folgen einer solchen Situation demonstrierte Armin, in dem er die Schüler in Zweiergruppen einteilte und jeweils einer mit dem Rücken zur Wand stand und der andere ihn mit Atemitechniken eindecken musste. Anschließend ging es darum, möglichst schnell von der Wand weg in die bessere Position zu gelangen und die Wand als Hilfsmittel zu nutzen, um den Angreifer unter Kontrolle zu bringen. Armin ergänzte und erweiterte die Abwehrfolge mit verschiedenen Atemitechniken.

Martin Bronder (5. Dan Ju-Jutsu) referierte abschließend über das Thema Dreierkontakt. Um die Übungen sinnvoll durchführen zu können, teilten sich die Ju-Jutsuka in zwei Gruppen. Vom ersten bis zum vierten Kyu und vom dritten Kyu bis zu den Dan-Trägern hatten die Teilnehmer dem Leistungsniveau entsprechende Aufgabenstellungen. Die Grundthematik war allerdings in beiden Gruppen die gleiche: aus einer Abwehrfolge im Dreierkontakt in einen Armstreckhebel zu gelangen. Martin beendete den Lehrgang nach vier Stunden mit sehr positiver Resonanz sowohl von Seiten der Referenten als auch der Teilnehmer.