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Trainer- und Prüferfortbildung 2012

Seit vielen Jahren ist es eine Tradition, dass der erste Lehrgang im neuen Jahr eine gemeinsame Fortbildung für Trainer und Prüfer der des Saarländischen Ju-Jutsu Verbandes ist.

So trafen sich lizenzierte Danträger und Prüfer aber auch 1. und 2. Kyu mit Trainer C Lizenz am 28. Januar in der Budohalle der Hermann-Neuberger-Sportschule in Saarbrücken.

 

Der Lehrreferent Martin Bronder, 6. Dan und der Prüfungsreferent und Vizepräsident Ingo Lay, 6. Dan, begannen damit die vorläufigen Ergebnisse der TAT Anfang von Dezember 2011 vorzustellen und regten auch gleich zur Diskussion über eventuelle Veränderungen im Ju-Jutsu Prüfungsprogramm an. Sie wollten mit dieser Diskussion Meinungen aus den saarländischen Vereinen einholen, um diese ggf. in die Arbeitsgruppe des DJJV, welche sich mit der Überarbeitung des Prüfungsprogramms befassen soll, einfließen zu lassen.

Nach einer Auffrischung des Themas Notweh/Nothilfe, was schließlich ein zentraler Bestandteil des Ju-Jutsu darstellt, ging Martin Bronder zum praktischen Teil über. Er gab Anregungen, wie man Elemente aus den Bewegungsformen sinnvoll für alle Leistungsgruppen in das Aufwärmtraining einbauen kann.

Nach einer kurzen Pause, die zu einem regen Austausch zu den bevorstehenden Veränderungen im Prüfungsprogramm genutzt wurde, ging es an das Thema Pratzenarbeit.

Auch hier setzte Martin Impulse, unter zu Hilfenahme von Handpratzen Atemitechniken auf Vitalpunkte üben zu lassen. Hier kam es ihm besonders darauf an, dass der Pratzenhalter sinnvolle Ziele für kleinere Partner anbietet und auch die Pratzenziele einen Bezug zum Körper darstellen.

Der Sonntagvormittag startete mit Themen, welche primär die Prüfer betrafen. Da viele Trainer in den eigenen Vereinen auch Prüfungen abnehmen, aber auch Trainer ohne Prüferlizenz, auch einmal Prüfungsthemen von der anderen Seite des Prüfertisches kennen lernen sollten, wurde diese Einheit gemeinsam absolviert. Es wurden Probleme angesprochen, die überwiegend im organisatorischen Bereich liegen, wie Anmelden einer Vereinsprüfung und das Ausfüllen der Prüfungs- und Ergebnisliste. In diesem Bereich gibt es immer wieder Reibungspunkte.

Der praktische Teil des Sonntags waren neue Übungsformen für das sportartspezifische Krafttraining. Der Sportwissenschaftler Christoph Eifler vom JJC Bildstock stellte gemeinsam mit Ingo Lay den TRX Suspension Trainer vor. Dieses Gerät, aus Gurten bestehend, ermöglicht ein äußerst effektives funktionelles Krafttraining. Das Wackeln der Gurte muss durch die Rumpfmuskulatur kompensiert werden, was einen deutlich besseren Trainingsreiz setzt als ein isoliertes Krafttraining an einer Maschine.

Den Abschluss bildete dann Ingo mit einer Einführung mit dem Umgang mit Kettlebells, einem wieder entdeckten Trainingsgerät aus Osteuropa/Asien. Unter zu Hilfenahme dieser "Kanonenkugel mit Griff" in verschiedenen Gewichten, lassen sich sehr effektive und schweißtreibende Übungen machen. Ingo legte sehr großen Wert auf eine korrekte Körperhaltung, weil es durch die Dynamik des Gewichts beim Schwingen und falscher Körperhaltung recht schnell zu körperlichen Schäden kommen kann.

Nach rund 6 Stunden Theorie und Praxis beendete Lehrreferent Martin Bronder die Trainerfortbildung im Jahr 2012, mit der Aufforderung an die Trainer in den Vereinen, sich Gedanken über den Umfang des derzeitigen Prüfungsprogramms zu machen und auch Vorschläge zu entwickeln, die für die Arbeitsgruppe des DJJV als Anregung dienen könnten.